GWD Minden – SC DHfK Leipzig 21:25 (12:9)

2. Spieltag der Handball-Bundesliga und wir waren live vor Ort in Mindens Kampa-Halle.

Zum ersten Heimspiel der Mindener, in der noch jungen Saison, kamen offiziell 2033 Zuschauer. Und wer zu Spielbeginn nicht rechtzeitig an seinem Platz war, weil man auf das frischgezapfte Barre Pilsener an der Theke wartete, hat mächtig was verpasst. (Wir haben es natürlich pünktlich geschafft) und konnten sehen, wie die grün-weißen aus Minden einem überraschenden Traumstart hinlegten und nach nicht einmal 12 Minuten bereits mit 8:1 führte. Wer hätte das gedacht? Damit geriet Leipzig das zweite mal in Folge sehr früh und sehr hoch ins Hintertreffen. In ihrem ersten Heimspiel, welches man noch knapp gegen Berlin gewinnen konnte, lag man allerdings „nur“ 1:7 zurück.

Nach dem hohen Rückstand sorgte vor allem Nationalspieler Franz Semper dafür, dass die Messestädter wieder rankommen und hatten zudem einen bärenstarken Joel Birlehm im Tor. Dankersen blieb durch Gulliksen, Michalczik und Rambo stets gefährlich und so ging man aus Leipziger-Sicht mit einem 9:12 Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause spielte der Sportclub Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig deutlich besser. Nach acht gespielten Minuten könnte man erstmalig zum 13:13 ausgleichen. Wieder einmal durch eine Co-Produktion von Birlehm, der kaum noch hinter sich greifen musste, und Franz Semper, der vorne erneut traf und von Mindens Abwehr kaum zu halten war. GWD gab aber nicht auf und führte nach 42 Minuten wieder durch Nationalspieler Marian Michalczik mit 16:15. Das sollte jedoch die letzte Führung für Minden gewesen sein. Danach zog Leipzig noch einmal kräftig an und so kam auch der Neuzugang aus Kielce, Marko Mamic, besser ins Spiel und sorgte mit einem Doppelschlag in der 54. Minute und dem 24:18 für die Vorentscheidung. Mamic tat sich bis dahin, vor allem in der Offensive, sehr schwer und konnte nur drei seiner sieben Würfe verwandeln.

Joel Birlehm hielt mit dem letzten Mindener Wurf seinen 22.(!!) Ball in der Partie, was am Ende eine Quote von 51% bedeutet. Überragend. Auf Mindener Seite wusste Rechtsaußen Kevin Gulliksen zu gefallen (7/9). Michalczik und Rambo kamen beide auf die gleiche Torausbeute (4/9). Etwas unglücklich agierte Mindens neuer Spielmacher Juri Knorr, der aus Barcelona kam. Er wird sich sicherlich durch die hohen Spielanteile noch deutlich steigern, die Trainer Frank Carstens ihm ermöglichen möchte. Von Kreisläufer Lucas Meister sind wir etwas enttäuscht. Er hatte keinen guten Tag und wird sich in der Abwehr, sowie im Angriff noch an die Bundesliga gewöhnen müssen. Matchwinner neben Birlehm war der überragende Franz Semper mit zehn Treffern (10/12). Zudem wollen wir erwähnen, dass die Abwehr der Leipziger richtig stark ist. Alleine mit Marko Mamic, Bastian Roscheck, Maciej Gebala und Philipp Müller, kann Coach André Haber ständig seinen Mittelblock umstellen und die Gegner so zur Verzweiflung im Angriff bringen.

Leipzig empfängt am Dienstag bereits den TVB Stuttgart. Einen Tag später muss Minden in Berlin bestehen.

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