Maik Lawitsch: „Wir sind offen und fair zu Vereinen und Spielern“

Der Gründer von der Spielervermittlungs-Agentur, InTouch Management GbR, Maik Lawitsch, war sehr gerne bereit, mit mir ein Interview über seine Arbeit zu führen. An dieser Stelle möchte ich mich bei Maik, für sein Interesse und seine Antworten, bedanken.

Mit diesem Interview möchte ich zudem den Lesern und Leserinnen einen Einblick in die Arbeit der Spielervermittlung zeigen.

Zudem könnt Ihr euch einen weiteren Einblick auf seiner Homepage verschaffen.

Wie bist du zu der Tätigkeit als Spielervermittler gekommen?

Ich bin durch eigene jahrelange Erfahrung als Handballspieler und anschließend Spielertrainer auf die Idee gekommen. Da ich persönlich gemerkt habe, wie schwer es ist, an gute Handballer zu kommen aus der Umgebung. Aber da war ich wohl nicht alleine mit diesem Problem. Also fing ich an im Ausland nach Spielern zu schauen. In meiner Tätigkeit als Spielertrainer im unterklassigen Bereich ging es um den Klassenerhalt. Mein erster Spieler war aus Serbien, ein junger starker Kreisläufer der uns Top verstärkt hat. Da alles wunderbar geklappt hat wurde eine Spielervermittlung gegründet im Jahr 2014. Damals noch unter einem anderen Namen. Meine Frau Stefanie ist gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und steht mir seit 2019 im Büro tatkräftig zur Seite. Auch  sie wurde inzwischen durch den Handballvirus infiziert.

Kannst du uns kurz einen Einblick geben, wie die Aufgaben bei einer Spielervermittlung aussehen?

Die Aufgaben sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Von der Bürotätigkeit mit Buchhaltung, Planen von Probetrainings, Flüge oder Bustransfers buchen, viele Telefonate führen, Spielerprofile anlegen ist das nur der kleinste Teil. Dazu kommt noch das Marketing, Social Media Aktualisierungen, die Spieler bzw. Spielerinnen Suche. Dazu die Spieler- und Vereinspflege, die ganz wichtig ist in diesem Bereich. Ich stehe mit dem einen oder anderen bekannten Ex Handball Profi in Kontakt und hole mir dort auch Rat ein, wenn es mal sein muss.

Wie viele Klienten hast du aktuell in deiner Agentur?

Aktuell liegen wir bei 35 Spieler und Spielerinnen mit einer langfristigen Bindung an die Agentur. Inklusive Sponsoring, Spielermarketing und Betreuung. Dazu kommen ca. 135 Spieler/innen die sich nur im Bereich der Vermittlung befinden. Es handelt sich um nationale und internationale Akteure.

Welche Personen kontaktierst du als erstes, wenn du einen Transfer abwickeln möchtest?

Das ist immer verschieden, mal kontaktiere ich zuerst den Verein oder auch mal den Spieler, Spielerin. Mal kommt die Anfrage direkt vom Verein, mal vom Spieler. In der Regel wird aber der Verein als erstes kontaktiert, denn unsere langfristigen Spieler haben Priorität.

Welche Anforderungen müssen die Vereine bereitstellen, um einen Spieler-/in aus deiner Agentur verpflichten zu können?

Wir fahren da zwei Systeme bei der InTouch Management. Option 1 ist, die Vereine können sich einen Zugang auf unserer Website buchen zur Spielerdatenbank. Um diesen Zugang zu erhalten, kann sich der Verein mit 150 € (Schutzgebühr) zzgl. MwSt für 12 Monate bei uns einbuchen. Diese werden anschließend bei Einigung mit einem Spieler oder Spielerin mit der abschließenden Provision verrechnet. Wir und vor allem die Vereine finden diese Aktion sehr fair, denn wir garantieren in den 12 Monaten mindestens ein Probetraining. Falls nicht, verlängert sich der Zugang  bis dahin kostenfrei. Aber das ist ja noch nicht alles, denn Vereine erhalten einen speziellen Bereich auf unserer Website, wo ein Downloadbereich mit nützlichen Formularen, Trainings und vieles mehr hinterlegt ist. Des Weiteren bieten wir Rabatte auf Trikotsätze und viele andere Artikel.

Was kannst du uns zum Thema Vergütung/Provision sagen die du bekommst? Wie läuft das ab?

Unsere Kunden, also Vereine kennen schon vorab, was fällig wird bei Einigung mit dem Spieler oder Spielerin, da es eine feste Tabelle gibt. In dieser stehen die gestaffelten Ligen drin, in der der jeweilige Verein spielt. Ich weiß, dass bei vielen anderen Agenturen das individuell nach Spielerstärke angeschlagen wird. Das ist für ein Verein der finanziell planen muss schlecht. Wir wollen alles anders und transparenter gestallten für unsere Vereinskunden. Wir sind halt anders bei InTouch Management. 😉

Welcher Prozess ist der schwierigste, um einen Transfer erfolgreich abzuwickeln?

Das schwierigste ist immer die gemeinsamen Interessen und Vorstellungen der Spieler und Vereine überein zu bekommen. Denn manchmal haben Spieler utopische Vorstellungen, was das Finanzielle angeht. Gerade jetzt in Zeiten von Corona, wo viele Vereine ihre Gürtel enger schnallen müssen, wird der eine oder andere Schwierigkeiten bekommen, einen neuen Verein zu finden. Aber das ist unser Job die Jungs und Mädels aufzuklären und nicht das blaue vom Himmel zu versprechen, nur weil sie das hören möchten. Man sollte das realistisch sehen und auch offen und ehrlich sein zu dem Spieler, Spielerin.

Du hast zudem auf deiner Homepage einen Online Shop. Erzähl uns gerne von deinen Produkten die du zusätzlich anbietest und die Idee dahinter.

JA genau, wir wissen das unsere Branche nicht den besten Ruf hat, also haben wir gesagt wir müssen den Vereinen und Spielern auch was zurückgeben. Das ganze ist auch gedacht als Puffer, falls keine Vermittlungen mehr laufen können, wie derzeit mit dem Coronavirus. Daher arbeiten wir mit einem Unternehmen zusammen, was uns selbstgestaltete Trikots, Trainingsanzüge, Warm Up Shirts und vieles mehr direkt nach Designwunsch sublimiert. Dazu haben wir die REZIN OF Sport Harz Entfernungstücher bei uns. Diese Tücher sind seit 2017 auf dem Markt und haben die einjährige Promotion Phase sehr gut überstanden. Viele Vereine und Spieler sind von dem altmodischen Babyöl umgestiegen auf die wesentlich sauberen REZIN OF Sport Tücher. Nach den ganzen selber testen und fühlen des Produktes, konnten vor allem Vereine mit den Tüchern begeistert werden.

Wie sind wir darauf gekommen? Mein Freund Eran Rom hat diese Tücher entwickelt und hat mir ein paar Dosen zur Verfügung gestellt. Da ich selbst noch aktiv Handball gespielt habe, sollte ich sie mal testen. Also habe ich mit meinem damaligen Team die Tücher getestet, alle haben sie für sehr gut befunden. Also haben wir REZIN OF Sport mit aufgenommen. Auch unsere Vertragsspieler profitieren davon im Bereich des Sponsorings zur Nutzung. Das andere Produkt REZIN ON GRIPLATE ist die neue Art des „nassen Handtuchs“ an der Auswechselbank.

Die Griplate wurde bereits im Euro 2020 Quali Spiel Israel vs. Deutschland von beiden Nationalteams im Abschlusstraining getestet und im Spiel genutzt. Wie funktioniert das Ganze? Die klebrige Platte dient dazu, wie das nasse Handtuch, die die Schuhsohlen vom Staub und Dreck befreit. Also steigt man auf die Platte mit Schuhen und der Staub bleibt auf der Platte kleben, die Sohle ist sauber und klebt NICHT. Derzeit wird diese in der Basketball Profi Liga in Israel von Maccabi Tel Aviv als fester Partner genutzt, natürlich auch in Europa Cup Spielen.

Das neueste sind unsere eigenen Handbälle. Ja genau, wir haben jetzt unter der Eigenmarke ML79 DER HANDBALL eigene Handbälle. Wir lassen bei einem bekannten Handball Fabrikanten unsere eigenen Handbälle produzieren. Natürlich  mit neuester Technologie, sehr griffig und coolen Designs. Viele unserer Spieler nutzen auch diese im Bereich Sponsoring von der InTouch Management. So ergibt sich also, warum wir auch Artikel anbieten für unsere Klienten, Vereine und natürlich für jeden anderen Interessierten.

Welche Aufgaben übernimmst du zusätzlich zur Vermittlung? Wer kümmert sich z.B. um die Videoerstellung der Klienten?

Ich übernehme das Spielerscouting bei Spielen, Homepage Verwaltung und Vereinspflege. Ja auch Videos werden hin und wieder von mir erstellt, falls ein Spieler nichts parat hat. Falls einzelne Sequenzen zur Verfügung stehen, schneide ich das ganze auch zusammen für den Spieler zu einem Video. Auch die Social Media Känale betreue ich zusammen mit dem Spieler, falls gewünscht. 

Wie ist das Verhältnis der Kontaktaufnahme? Wie oft kontaktieren die Vereine dich und wie oft fragst du bei den Teams an, ob Bedarf besteht?

Die Vereine oder besser die Teammanager, Trainer oder auch aus dem Vorstandsbereichen rufen mich an und fragen nach, ob wir geeignete Spieler für ihr Team zur Verfügung haben. Es vergehen manchmal Wochen oder Monate, bis was dabei ist, was passt. Es sind also viele Telefonate, Treffen die anfallen. Wirklich interessierte Vereine melden sich öfter bei uns. Mit sehr vielen besteht auch ein freundschaftliches Verhältnis. Man kennt sich und wird zu Spielen eingeladen, bespricht was noch kommt oder auch mal gar nicht über Handball. Ich frage natürlich nicht komplett blind bei Vereinen an, außer man weiß genau, dass dort bei dem Kontaktieren, der Verein genau für diese Position Bedarf hat oder wir durch hören es mitbekommen. Ansonsten bewegt man sich hauptsächlich in seinem Bereich. Ich muss sagen, dass dieser Bereich sich ständig weltweit erweitert, denn Kontakte als Spielervermittler sind das A und O.

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