Jens Schöngarth: „..ich habe mich vor der Saison immer auf diese zwei Derbys gefreut.“

-Du spielst bei Sporting Lissabon. Wie lebt es sich in Portugal und wohnst du mitten in der Stadt?

Wir fühlen uns sehr wohl in Lissabon. Die Stadt hat viel zu bieten, zb. tolles Essen, tolle Strände und super Menschen. Wir wohnen am Stadtrand in einem neuen Bezirk in einer Wohnung mit der Familie und sind echt happy hier. Auch bei Sporting, ein riesen Verein, läuft es sehr gut. Wir spielen in der European League und für mich läuft es auch richtig gut.

-Melsungen, Nettelstedt, Magdeburg, Göppingen, Hamburg, Flensburg: Welchen Wechsel würdest du eher nicht noch einmal machen?

Es gibt keine Entscheidung dich ich heute großartig anders treffen würde. Jede Zeit war sehr besonders und sehr speziell und auf seine Art erfolgreich. In Melsungen habe ich meine ersten Schritt gemacht und in Nettelstedt bin ich zum Nationalspieler gereift. Mit Magdeburg habe ich den DHB-Pokal und mit Göppingen den EHF-Pokal gewonnen. Mit meiner kurzen Station in Hamburg und Flensburg hatte ich auch eine super Zeit. Leider war die Zeit in Flensburg durch die Pandemie sehr kurz. In der Liga und in der Champions-League wäre noch viel drin gewesen. Ich denke der Weg war absolut richtig uns bisher eine wirklich schöne Zeit. Und jetzt bei Sporting spiele ich auch echt auf einem sehr gutem Niveau und spiele auch im Innenblock in der Abwehr und bin bisher sehr dankbar für die Karriere und habe noch einige gute Jahre vor mir.

-Du wurdest in Nettelstedt zum Nationalspieler. Was hat dir beim TuS besonders gut gefallen?

Genau, wie du richtig angesprochen hast, bin ich dort zum Nationalspieler geworden. Über die Jahre habe ich in Nettelstedt super viel Vertrauen gespürt auf meiner Position und habe viel Spielzeit gehabt und Karrieretechnisch habe ich dort natürlich einen echten Sprung gemacht. Ich bin sehr dankbar für die Zeit und denke gerne daran zurück.

-Die Derbys TuS N-Lübbecke gegen GWD Minden waren und sind immer ein Highlight. Wie hast du das Derby im Mühlenkreis als Spieler wahrgenommen?

Die Derbys waren tatsächlich immer sehr besonders. Das Feeling vermisse ich auch. Es waren immer sehr heiße Duelle zwischen Minden und Nettelstedt und ich habe mich schon vor der Saison immer auf diese zwei Derbys gefreut. Das sind auch die Momente, wofür man immer hart arbeitet und trainiert, um diese tollen Begegnungen spielen zu können.

-Welcher Trainer hat dich in der Laufbahn am meisten geprägt?

Das ist schwierig zu beantworten, weil jeder Trainer mir auf seine Art geholfen hat mich besser zu machen. Dirk Beuchler war natürlich auch mitverantwortlich, das ich zum Nationalspieler gereift bin. Allerdings konnte ich bisher unter wirklich großen Trainern spielen und jeder hat meine Zeit in der Bundesliga-Profi besonders geprägt, weshalb ich hier keinen nennen würde, wo es besonders speziell war.

-Hast du eine bleibende Erinnerung an dein Länderspiel Debüt am 04.01.2015 gegen Island?

Ja das war natürlich ein sehr besonderer Moment für mich. Das erste Länderspiel war in Reykjavik und bin in der zweiten Hälfte eingewechselt worden und konnte noch vier Tore machen und wir haben das Spiel gegen Island deutlich gewonnen. Eine Woche später kam dann die Nominierung für die WM in Katar. Das war schon eine wahnsinnig aufregende Zeit und ich denke gerne und oft an diese Zeit zurück, da es immer etwas besonderes war für Deutschland zu spielen.

-Wenn Alfred Gislason anrufen würde, würdest du ein Comeback in der Nationalmannschaft
geben?

Da mache ich mir keine Gedanken drum. Insgesamt ist glaube ich die Leistunsdichte auf Rückraum-Rechts sehr hoch. Wir haben super viele gute Spieler. Ich bringe hier in Lissabon meine Leistung und bin der einzige Linkshänder auf der Position im Rechten-Rückraum und fokussiere mich komplett auf Sporting.

-Die Zeit nach dem Handball: Gibt es dort schon Optionen, oder lässt du das noch völlig offen?

Ich bin abseits des Feldes im letzten Drittel meines BWL-Studiums und bereite mich darauf weiter vor. Bisher bin ich aber noch Top-Fit und von großen Verletzungen verschont geblieben und habe noch einige gute Jahre vor mir, weshalb ich mit 32 Jahren auch noch nicht ans Karriereende denke.

-Der SC Freiburg ist dein Lieblingsverein. Wie nimmst du die tolle sportliche Entwicklung im Breisgau war?

Ich verfolge den SC immer noch sehr intensiv, egal in welcher Stadt ich bin, auch jetzt hier in Lissabon. Ich bin großer Fan vom SC Freiburg und der Arbeit die dort geleistet wird. Ich bin also sehr stolz mich als solcher bezeichnen zu können und fiebere immer mit, wenn der SC seine Spiele hat.

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